Barrierefreie Mobilität

30.01.2014 11:20

Auf dem Bild ist der Rollstuhlplatz einer Straßenbahn zu sehen. An der Wand und am Boden sind gelbe Orientierungsstreifen angebracht, an welchen sich Rollstuhlfahrer sich beim Herausfahren orientieren können.

Die Mobilität des Menschen ist existentiell in der heutigen Zeit und eines der Kernpunkte für das Gelingen der Inklusion.

Durch persönlichen Einsatz und im direkten Dialog mit Verantwortlichen der Verkehrsbetriebe der Stadt Augsburg, ist es mir mehrfach Gelungen, die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern anzusprechen und direkt zu verbessern.

Vor zwei Jahren stellte ich fest, dass die automatischen Rampen in den Straßenbahnen ein Stück schmaler sind als die Türen. Dadurch besteht die Gefahr, dass der Rollstuhlfahrer beim rückwärtigen Aussteigen Gefahr läuft, die Rampe nicht gerade zu befahren oder vollständig zu treffen und somit umkippen kann.

Dies entsteht vor allem dadurch, dass der Rollstuhl die "0-Position", die man einnimmt wenn man in die Straßenbahn einsteigt, verlässt, weil ein weiterer Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen unterwegs zusteigt.

Um sich anschließend wieder neu ausrichten zu können, habe ich in einem Vor-Orttermin im Depot angeregt, am Boden und an der Wand gelbe Markierungen anzubringen, anhand derer man sich beim Aussteigen aus der Straßenbahn orientieren und neu ausrichten kann.

Die Problematik bzgl. der mangelnden Barrierefreiheit am Neuen Kö habe ich auf dieser Webside bereits ausführlich dokumentiert. Auch die Bemühungen der VGA, diesen Zustand zu verbessern habe ich als Experte in eigener Sache begleitet und konnte auch hier dabei mithelfen, dass die Lösung der mobilen Rampe auch in der Funktion stimmig umgesetzt werden konnte. Der Prototyp der vor Ort zunächst eingesetzten mobilen Rampe stellte sich als zu kurz und damit zu steil heraus. Ich bat um eine Verlängerung der mobilen Rampe, um so das Problem der zu steilen Neigung zu verbessern. Und dieser Bitte wurde unbürokratisch und direkt von der VGA nachgekommen.

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